Reparatur einer Nähmaschine mit Hilfe eines 3D Druckers

Mir ist eine gebrauchte Pfaff 294 Nähmaschine mit Huckepackmotor DE70 zugelaufen. Leider waren die Kunststoffköpfe der Haltebolzen für den Motor abgerissen.

Abgerissene Haltebolzen

Wie man auf dem Foto erkennen kann, hat der Vorbesitzer wohl schon versucht das Malheur mit Sekundenkleber zu reparieren. Ein paar neue Haltebolzen hätte ca. 20€ gekostet, was ich für zwei Schrauben mit Kunststoffköpfen jetzt etwas übertrieben finde.

Aber wozu steht denn eigentlich dieser 3D Drucker zu Hause rum? Also schnell den Plastikkopf ausgemessen, in OpenSCAD nachgezeichnet, und ausgedruckt mit Aussparungen für M4 Einschmelzgewinde. Nachdem die beiden Gewinde jeweils eingeschmolzen waren, sah das Ganze dann so aus:

Gedruckte Köpfe mit bereits eingeschmolzenen M4 Messinggewinden

Eine M4 Gewindestang in den schmalen Teil eingeschraubt, und auf Länge des Originalteils gekürzt.

Neu gegen alt

Jetzt noch schnell den Motor wieder zusammenschrauben.

Motor mit neuen Haltebolzen

Und schlussendlich den Motor wieder an die Nähmaschine angeschraubt.

Fertig angebauter Motor

Jetzt muss sich natürlich noch zeigen, wie lange der Druck aus PETG den Belastungen stand hält. Falls die Bolzen wieder abbrechen werde ich es einfach mit einem anderen Material versuchen. Der Tom hat schon gesagt, dass er Polycarbonat Filament für seinen Drucker zu Hause hat. Erstmal hält es, die Maschine näht wieder, bei einem Materialeinsatz unter einem Euro.

Falls irgendwer dasselbe Problem hat, habe ich die Dateien zum Drucken veröffentlicht bei Thingiverse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.